13- Die Ingenieure der Entführung: Wie die „Revolutionsgeneration" zum Dolch in der Seite der Nation wurde
**Teil 13: Die Ingenieure der Entführung: Wie die „Revolutionsgeneration" zum Dolch in der Seite der Nation wurde**
Was in Bahrain und der weiteren Region geschah, war nicht bloß ein vorübergehender politischer Streit. Es war ein komplexer Prozess des **„sozialen und politischen Engineerings"**, dessen Samen mit der Iranischen Revolution von 1979 gesät wurden und dessen bittere Früchte in den vergangenen zwei Jahrzehnten gereift sind.
### 1. Die Erschaffung des „Parallelstaatsbürgers": Loyalität jenseits der Grenzen
Jahrhundertelang lebten arabische Schiiten in vollständiger Harmonie und im Frieden mit ihren sunnitischen Brüdern. Doch die „Post-Revolutions-Generation" durchlief einen systematischen Prozess der Entfremdung von nationaler Loyalität. Durch die **„Umm al-Qura"**-Theorie wurde dieser Generation eingepflanzt, dass Teheran das oberste geistige und politische Kommandozentrum ist und ihre eigenen Nationen lediglich Arenen zur Bedienung dieses Zentrums seien. Diese Verschiebung ersetzte die „Nationale Identität" durch eine „Loyalitätsbasierte Identität" und verwandelte den Bürger in ein ausführendes Werkzeug einer fremden Autorität.
### 2. Die Strategie der „sanften Infiltration": Institutionen als Trojanische Pferde
Iran erkannte, dass direkte militärische Konfrontation — wie beim gescheiterten Putschversuch in Bahrain **1981** — kostspielig und ungewiss war. Folglich vollzog man den Übergang zur **„Soft Power."** Schlüsselsektoren des Staates wurden durch Bildung und Stipendien infiltriert, ausgeführt durch „loyale" Hände im Verwaltungsapparat. Das Ziel war die Schaffung eines „akademischen und administrativen Kaders", dessen primäre Loyalität dem *Wali al-Faqih* galt und der in der Lage war, die staatliche Bewegungsfreiheit von innen zur Stunde null zu lähmen.
### 3. Die demografische Waffe: Der Slogan „Bildung und Nachkommen"
Wie in *New Bahrain* dokumentiert, war der Slogan **„Mit Bildung und Nachkommen werden wir das Land regieren"** kein bloßes gesellschaftliches Gerede; er war die praktische Anwendung eines **„stillen demografischen Krieges."** Das Ziel war die Schaffung einer künftigen zahlenmäßigen Überlegenheit und eines massiven menschlichen Blocks, der mobilisiert werden konnte, um das öffentliche Leben zu stören und Druck auf das politische System auszuüben — eine Realität, die während der Ereignisse des Februar 2011 deutlich sichtbar wurde.
### 4. Das irakische Modell: Vom Verborgenen in den Vordergrund
Das Jahr 1991 markierte einen Wendepunkt, als Loyalitäten nach der Befreiung Kuwaits an die Oberfläche zu treten begannen. Das wahre Erdbeben jedoch erschütterte die Region 2003, als Iran der Irak auf einem silbernen Tablett übergeben wurde, ohne einen einzigen Schuss abzufeuern. Bagdad wurde von einem „Schild des Arabertums" in einen „Abschussplatz" für Milizen und Hetze verwandelt. Das irakische Modell — Kontrolle durch Stellvertreter — wurde zur Blaupause, die in Manama und anderen Golfhauptstädten repliziert werden sollte.
### 5. Ausnutzung des „Reformprojekts" und elektronische Kriegsführung
In Bahrain nutzten loyalistische Anführer das Klima der Offenheit, das das Reformprojekt Seiner Majestät König Hamads (2001) bot, um zurückzukehren und ihre Reihen zu ordnen. Anstatt zum nationalen Aufbau beizutragen, starteten sie Hunderte von Websites und Tausende geschulter Federn, um eine **„falsche Opfer-Erzählung"** zu fabrizieren. Diese „Elektronischen Armeen" waren dem nationalen Mediendiskurs um Jahre voraus und vermarkteten erfundene Geschichten erfolgreich im Westen, um dem Staat unter dem Deckmantel der „Menschenrechte" die Hände beim Schutz seiner nationalen Sicherheit zu binden.
### 6. „Lager des Hussein gegen Lager des Yazid": Die große Fitna
Der gefährlichste Aspekt dieses Projekts war die Beschwörung der Geschichte, um die Gegenwart zu zerreißen. Durch den Slogan **„Das Lager des Hussein gegen das Lager des Yazid"** wurde der politische Konflikt in einen existenziellen Krieg verwandelt. In dieser expansionistischen Doktrin werden arabische Sunniten in das „Lager des Yazid" eingestuft, das beseitigt werden muss, um den Weg für das „Erwartete Erscheinen" freizumachen. Die Morde und Vertreibungen im Irak und in Syrien sind lediglich die praktische Umsetzung dieser sektiererischen Ideologien, gesteuert durch Geheimdienstfäden mit dem übergeordneten Ziel: „Araber eliminieren Araber."
**Wird fortgesetzt...**
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**Dhafer Hamad Al-Zayani**

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